große Freude über Kleinigkeiten

Dienstag, 24.10.2017

Hallöchen :)

seit einiger Zeit bin ich nun wieder in Deutschland.. da die Zeit allerdings sehr stressig war, bin ich nicht dazu gekommen regelmäßig hier zu schreiben... Das hole ich jetzt nach  :)

Viele Situationen in Subukia haben mich im Sommer tief bewegt.. von einer möchte ich euch in diesem Blogeintrag gerne erzählen, da mir in diesem Moment wieder deutlich wurde, mit welchen Kleinigkeiten man die Menschen und vor allem die Kinder in Subukia glücklich machen kann. :)

Von einer Zahnärztin hier in Deutschland habe ich vor meiner Abreise einen ganzen Karton mit Kinderzahnbürsten, Zahnpasta und Zahnputzbechern für die Kids in Subukia geschenkt bekommen. Darüber habe ich mich sehr gefreut, da ich zum einen gerne nützliche Sachen als Geschenke mit nach Subukia nehme und zum anderen weiß, dass Zahnbürsten immer gebraucht werden können. embarassed

In Subukia angekommen, habe ich relativ zügig die Zahnutensilien verteilt. Zuerst an die Kids in unserem Kinderheim und dann die restlichen an die Kinder, die in der Nachbarschaft der Missionsstation leben. Überall war die Freude groß. Die Kinder im Kinderheim haben sich so sehr gefreut, dass sie darauf bestanden haben, dass ich Fotos von ihnen und ihren Zahnbürsten mache.

Auch wollten sie sofort ein Bild für die Zahnärztin in Deutschland malen und trugen mir auf, dieses Bild dann zu überreichen. Aber auch die Nachbarskinder waren unendlich glücklich. Der kleine Shadrack, der erst seit einigen Monaten im Kinderheim lebt, war besonders stolz auf seine Zahnbürste. Als Franziskanermissionar Miro Babic, der während meines Aufenthalts in Subukia auf Urlaub in seiner Heimat Kroatien war, nach seiner Rückkehr zum ersten Mal wieder ins Kinderheim gekommen ist, musste Shadrack ihm als erstes seine neue Zahnbürste zeigen. Dabei ist dieses tolle Foto entstanden:

                                          

Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, warum sich Kinder so riesig über einfache Zahnbürsten freuen können?

Dazu muss man wissen, dass die Zahnhygiene in den ländlichen Regionen Kenias noch keine große Bedeutung hat. Viele Menschen waren in ihrem Leben noch nie beim Zahnarzt, weil es in ihren Dörfern schlichtweg keine zahnärztliche Versorgung gibt. Auch in unserer Krankenstation arbeitet ja nur eine Zahnarzthelferin, welche die wesentlichsten Untersuchungen machen kann. Bei vielen Menschen führt diese schlechte Zahnhygiene dazu, dass ihnen Zähne ausfallen oder absterben. Gerade auch kleine Kinder haben schon sehr angegriffene Zähne. Oftmals haben sie bereits im Kindesalter Löcher in ihren bleibenden Zähnen. Es ist nicht so, dass die Menschen der Zahnhygiene keine Bedeutung bei messen.. vielmehr fehlt in den ganz armen Familien schlichtweg das Geld, um Zahnbürsten und Zahnpasta zu kaufen. Die Menschen geben ihr weniges Geld selbstverständlich eher dafür aus Lebensmittel zu kaufen, damit ihre Kinder nicht hungern müssen. Die Zahnhygiene steht da einfach an zweiter Stelle.

Durch solche Verteilaktionen kann man immer wieder nur versuchen, die Menschen zu unterstützen und ihnen zu zeigen wie wichtig Zahnhygiene ist. Und dass die Menschen sich durchaus immer mehr der Wichtigkeit   bewusst werden, sieht man vielleicht am besten an der großen Freude der Kids im Kinderheim.  :)

 

                                                     Rose und ihre Zahnbürste

extreme Trockenheit & die Hoffnung auf Regen

Sonntag, 11.06.2017

Hallo ihr lieben,

überall in den letzten Tagen hört man überall in den Medien von der extremen Trockenheit und Dürre mit welcher momentan viele ostafrikanische Länder zu kämpfen haben. Auch Kenia bleibt leider von dieser Dürre nicht verschont. Besonders der Norden des Landes an der Grenze zu Somalia ist betroffen.

Aber auch in Subukia hat es seit August 2016 nicht mehr geregnet. Die sogenannte kleine Regenzeit, welche normalerweise im Oktober/November in dieser Region Kenias nochmals für Wasser sorgt, ist komplett ausgefallen. Für die Menschen in Subukia ist das in vieler Hinsicht katastrophal. Durch den fehlenden Regen konnten sie im Oktober ihre Felder auch nicht bestellen. Nichts ist gewachsen und so langsam aber sicher neigt sich der Mais und Bohnenvorrat aus der vergangenen Erntezeit dem Ende zu. Für viele Menschen, die sich hauptsächlich von dem ernähren, was sie selbst auf ihren Feldern anbauen ist das eine Katastrophe. Nun müssen sie für  viel Geld - das sie häufig nicht haben- Grundnahrungsmittel einkaufen.

 

Der fehlende Regen hat auch zur Folge, dass die Wiesen ganz dürr sind und die Menschen so nicht mehr genügen Futter für ihre Tiere finden können. Da die Wiesen im Tal des Rift Valleys bereits vollständig abgegrast sind, treiben die Menschen ihre Tiere nun die Hügel hinauf in der Hoffnung dort noch etwas Essbares für ihre Tiere zu finden.

Auch die Versorgung mit Trinkwasser wird schwieriger. Einige Brunnen sind bereits trocken und die Menschen müssen viele Kilometer laufen, um Trinkwasser zu finden. Auch wenn die Situation in Subukia lange noch nicht so schlimm ist wie in anderen Regionen Kenias oder Ostafrikas, hoffen die Menschen sehnlichst auf Regen.

Brunnen

Die Franziskanermissionare haben im letzten Monat mithilfe eines Bohrers versucht ans Grundwasser zu gelangen, um die Menschen des Dorfes rund um unser Kinderheim mit Wasser zu versorgen. Zum Glück ist ihnen dies auch gelungen und somit haben die Menschen und unsere Kids endlich wieder Zugang zu Wasser. In vielen anderen Dörfern in der Region Subukia sieht das jedoch ganz anders aus.

Wir alle hoffen sehnlichst auf Regen, denn Wasser bedeutet Leben: In Subukia, Kenia, Ostafrika und der ganzen Welt.

 

neues Gesicht im Small Home & Neues aus der Schule

Dienstag, 02.05.2017

Hallo ihr Lieben,

es ist mittlerweile einige Zeit vergangen, seitdem ich mich das letzte Mal bei euch gemeldet habe. Die letzten Wochen waren sehr stressig und daher ist das Schreiben der Blogeinträge etwas zu kurz gekommen. Da in der Zwischenzeit einiges in Subukia passiert ist, möchte ich nun die vergangenen Monate mit euch teilen.

Seit ca. 2 Monaten haben wir ein neues Gesicht in unserem Kinderheim. <3

Missionar Miro zusammen mit Shadrack

Sein Name ist Shadrack und er ist 4 Jahre alt. Shadrack leidet an Polio und kann nur mit der Hilfe anderer auf seinen eigenen Beinen stehen. Auf dem Foto ist er zusammen mit Franziskanermissionar Miro zu sehen. Beide verstehen sich seit Shadracks Ankunft im Small Home super und lachen viel gemeinsam. Vor Shadrack liegt nun viel Arbeit. Wir wollen versuchen seine Muskeln zu stärken, sodass er immer selbstständiger werden kann. :)

2 unserer Kinder des Small Homes haben  Ende Dezember erfolgreich die 8-Jährige Grundschule beendet. Seit Februar besuchen sie nun weiterführende Schulen. Für Damaris und Dominik waren die letzten Monate daher sehr spannend und aufregend. Neue Schule, neue Klassenkameraden, neue Lehrer und vieles mehr. Aber mittlerweile haben sie sich super eingelebt und fühlen sich auf ihren neuen Schulen sehr wohl. laughing

Auch für die Schüler und Schülerinnen unserer St. Francis Secondary School hat Anfang Februar das neue Schuljahr begonnen. Die Franziskanermissionare konnten diese Jahr mit 127 Jugendlichen so viele Erstklässler wie nie zu vor in ihrer Schule willkommen heißen. In den letzten Jahren sind in der Regel immer um die 50 Schülerinnen und Schüler eingeschult worden. Daher waren 127 Jugendliche auf einmal eine große Aufgabe, die den Schulalltag zu Beginn gehörig durcheinander gewirbelt hat. Nach nun 2 Monaten hat sich alles gut eingespielt und der Alltag ist in der Schule eingekehrt. Wir haben uns sehr über so viele neue Jugendliche gefreut und wünschen allen, dass sie in den nächsten 4 Jahren ihr Bestes geben werden, damit sie einen guten Schulabschluss erzielen können.

Die Schüler bei der morgendliche Versammlung

Anfang Februar wurden vom kenianischen Bildungsministerium die Ergebnisse der Abschlussexamen aller 4-Klässler vom letzten Dezember veröffentlicht.  Unsere Schule kann sich über sehr gute Ergebnisse freuen. Im Vergleich mit allen anderen Schulen des Landes gehört sie zu den besten 15%.                                                 Als diese Nachricht verkündet wurde, war die Freude unter den Schülern, Lehrern sowie den Nonnen und Franziskanern sehr groß. Franziskanermissionar Miro Babic betonte gegenüber den Schülern wie stolz er auf diese und ihre tollen Leistungen sei. Auch die Abschlussergebnisse der Schulabgänger können sich sehen lassen. Von 33 Schülerinnen und Schülern, die an diesen Examen teilgenommen haben, konnten alle einen Abschluss erzielen und niemand ist durch die Prüfungen gefallen. 19 von ihnen haben sogar so gute Ergebnisse erzielt, dass sie die Berechtigung für ein Studium an einer kenianischen Universität erworben haben. Die restlichen 14 können mit ihren Abschlüssen ein Collegestudium beginnen. :)

Missionar Miro Babic mit einigen Schülern
Auch wir haben uns sehr über diese tollen Ergebnisse gefreut und sind wahnsinnig stolz auf alle unsere Schülerinnen und Schüler <3 Diese Ergebnisse sind der beste Beweis dafür, dass die Arbeit der Franziskanermissionare Früchte trägt.

Sooo..... das wars erstmal mit Neuigkeiten aus Subukia. Ich melde mich wieder, sobald es etwas Neues gibt und verspreche, dass der nächste Blogeintrag nicht wieder so lange dauern wird. embarassed

Weihnachtsgrüße

Samstag, 24.12.2016

Hallo ihr lieben,

der 24. Dezember ist da.. Weihnachten nur noch wenige Stunden entfernt. In all der Vorfreude auf die besinnlichen Tage im Kreise der Familie, ist Weihnachten auch die Zeit, in der man auf das vergangene Jahr zurückblickt.

Auch ich möchte an dieser Stelle mit euch auf das Jahr 2016 in Subukia zurückblicken.

Für die Franziskanermissionare in Subukia war  2016 ein sehr arbeitsintensives Jahr. Besonders die Renovierung der St. Francis Secondary School stand in Vordergrund aller Aktivitäten. Diese war nicht nur sehr zeitintensiv, sondern forderte auch große finanzielle Mittel. Allerdings muss man wirklich sagen, dass sich die Arbeit der Franziskanermissionare gelohnt hat. Dies zeigt sich nicht nur daran, dass die bereits renovierten Gebäude wunderschön geworden sind. Auch die Verbesserung der Lebens- und Wohnsituation der Schülerinnen und Schüler zeugt davon. Die Internatsgebäude der Mädchen mit ihrem Wasseranschluss und den frisch eingerichteten Bädern sind für Subukia ein riesiger Luxus. Dementsprechend stolz und glücklich sind die jungen Mädchen über ihre Unterbringung. Momentan werden die Internatsgebäude der Jungen renoviert und mit Sicherheit werden auch diese auf große Freude stoßen.

Aufgrund der verbesserten räumlichen Situation streben die Franziskanermissionare an, zum Schuljahresbeginn im kommenden Januar 250 neue Schülerinnen und Schüler einzuschulen. Dies ist ein enormer Sprung, denn normalerweise wurden in der Vergangenheit pro Jahrgang maximal 70 Jugendliche in die Schule aufgenommen. Im vergangen Jahr hat sich jedoch ein enorm großer Bedarf an weiteren Schulplätzen gezeigt. Die Franziskanermissionare wollen durch die Schaffung der weiteren Plätze noch mehr Kindern eine Chance auf Bildung ermöglichen. Allerdings stellt diese enorm große Zahl von 250 neuen Schülerinnen und Schülern die Franziskanermissionare auch vor große Herausforderungen. Dazu gehören unter anderem die Versorgung aller Schüler mit Lebensmitteln sowie die Beschaffung von genügend Lehr- und Lernmaterialien. Erschwerend hinzukommt, dass die Franziskanermissionare es sich zum Ziel gesetzt haben, vor allem Kinder aus ärmeren Familien in ihre Schule aufzunehmen, da diese aufgrund der finanziell schlechten Situation ihrer Familien häufig überhaupt keine Chance auf den Besuch einer weiterführenden Schule haben. Aus diesem Grund werden erneut Paten  für ca. 100 Kinder gesucht.

die Schüler freuen sich über ihre neue Schule

Neben der Schulrenovierung haben die Franziskanermissionare in den letzten Monaten vor allem auch den Bau einer Kirche in der Gemeinde Suswa vorangetrieben. Die Gläubigen der Gemeinde Suswa wollten schon sehr lange eine neue Kirche bauen. Die vorhandene kleine Kirche war ein sehr einfacher aus Holz gefertigter Kirchenbau. Beispielsweise hat es durch Löcher in der Decke regelmäßig in das Gebäude hineingeregnet. Das Fundament dieser neuen  Kirche wurde bereits 2011 gelegt. Allerdings stockte der Bau des Kirchengebäudes dann vor allem aus finanziellen Gründen. Umso glücklicher waren die Menschen in Suswa darüber, dass die Franziskanermissionare den Bau der neuen Kirche dieses Jahr wieder in den Blick genommen haben. Durch die tatkräftige Hilfe der Kirchengemeinde, welche viele Arbeiten selbstständig und in Eigenregie erledigt hat, konnte der Kirchenbau innerhalb weniger Monate realisiert werden. Vor ungefähr 4 Wochen konnte diese neu gebaute Kirche dann feierlich eingeweiht werden.

die neue Kirche in Suswa

Auch im, der Missionsstation angeschlossenen, Kinderheim hat es im vergangenen Jahr viele positive Veränderungen gegeben. Am wichtigsten erscheint es, dass das Kinderheim endlich eine eigene Wasserversorgung besitzt. Dies bedeutet einen enormen Gewinn an Unabhängigkeit und erleichtert die Arbeit der Angestellten deutlich. Diese müssen nun nicht mehr in der Trockenzeit Wasser am nächstgelegenen Fluss holen oder die dreckige Kleidung dorthin tragen, um diese dort zu waschen. 

Auch im, der Missionsstation angeschlossenen, Kinderheim hat es im vergangenen Jahr viele positive Veränderungen gegeben. Am wichtigsten erscheint es, dass das Kinderheim endlich eine eigene Wasserversorgung besitzt. Dies bedeutet einen enormen Gewinn an Unabhängigkeit und erleichtert die Arbeit der Angestellten deutlich. Diese müssen nun nicht mehr in der Trockenzeit Wasser am nächstgelegenen Fluss holen oder die dreckige Kleidung dorthin tragen, um diese dort zu waschen. 

Festliche Feier der Christmesse

Nun aber genug zurückgeblickt. Jetzt erstmal wünschen wir euch allen wunderschöne Weihnachten und für das kommende Jahr alles Gute. Auch möchten wir uns an dieser Stelle für eure HIlfe und Unterstützung bedanken. Ohne die vielzähligen Spenden hätten wir nicht all das zusammen mit den Franziskanern schaffen können.

Von Herzen: Dankeschön :)

 

Besuch in Subukia

Mittwoch, 02.11.2016

Hallo ihr Lieben,

seit einiger Zeit habe ich mich hier nicht mehr gemeldet, aber es ist in den vergangenen 2 Monaten viel passiert, an dem ich euch heute natürlich teilhaben lassen möchte.

auch Seifenblasen sind immer beliebt

Den größten Teil der letzten 2 Monate habe ich in Subukia verbracht. Dort habe ich selbstverständlich wieder im Kinderheim und der Krankenstation mitgearbeitet. Besonders die Zeit mit den Kindern im Kinderheim habe ich sehr genossen. Dort habe ich vor allem nachmittags mit den Kindern Hausaufgaben gemacht und die Freizeitgestaltung übernommen. Diese war sehr vielfältig und reichte von Uno spielen, über Memory und Fangen/ Verstecken bis hin zu Bastelarbeiten. Auch das Fotografieren mit meiner Kamera war sehr beliebt. Das Wichtigste war, dass wir einfach alle Zeit zusammen verbracht haben :)

 

der kleine Jeremiath liebt das Memoryspielen sehr

Außerdem habe ich viel Zeit mit den Schülerinnen und Schülern der St. Francis School, welche Paten in Deutschland haben, verbracht. Mit diesen habe ich über ihre Paten in Deutschland gesprochen, über ihre Schulleistungen und vieles mehr. Selbstverständlich haben wir uns auch einfach über das Leben in Kenia und Deutschland ausgetauscht. :)

Zusammen mit einigen Schülerinnen und Schülern

 

Während meiner Zeit in Subukia konnte ich viele wunderbare Veränderungen bemerken, die ich gerne mit euch teilen möchte.

Nachdem ich 1 Jahr lang nicht vor Ort war und die Renovierung der St. Francis Secondary School auch nur auf Bildern verfolgt habe, konnte ich meinen eigenen Augen beim Betreten der Schule fast nicht trauen.                          Die Renovierungsarbeiten sind einfach nur großartig verlaufen. Besonders die Internatsgebäude für die Mädchen sehen wunderschön aus und halten definitiv keinem Vorher-nachher-Vergleich stand. Die 3 Internatsgebäude sind grundlegend saniert worden. Das Wichtigste ist, dass diese mit Wasseranschlüssen ausgestattet worden sind. Dadurch konnten Gemeinschaftswaschräume in den Gebäuden realisiert werden. Die Mädels müssen also nicht mehr ins Freie, um dort auf Toilette zu gehen. Auch sind endlich Duschen in den Gebäuden eingebaut worden. Während die Mädels vor der Renovierung noch jedes Mal mit einem Eimer Wasser an einer Wasserstelle holen mussten, um sich damit zu waschen, gibt es nun richtige Duschen mit Duschköpfen und warmem Wasser. Ein richtiger Luxus und dementsprechend neidisch sind momentan die Jungs auf die neuen Internatsgebäude der Mädchen. Aber auch die Gebäude der Jungen werden jetzt im November und Dezember renoviert, so dass diese, wenn sie im Januar aus den Ferien zurückkehren, auch eigene Waschräume vorfinden werden. Außerdem wurden die Verbindungswege zwischen Internatsgebäuden und Klassenräumen gepflastert, damit die Schülerinnen und Schüler bei Regen nicht länger im Schlamm stecken bleiben. :)

Seit dieser Woche haben die Schüler der St. Francis Secondary School nun Ferien. Alle sind zu ihren Familien zurückgekehrt und freuen sich auf 2 freie Monate im Kreise ihrer Liebsten. Mitte Januar geht der Unterricht dann wieder los.

Einblick in die neuen Waschräume der Mädels

 

 

 

Feierliches Ende des zweiten Schuldrittels

Dienstag, 09.08.2016

Hallo :)

momentan ist ja Ferienzeit in Deutschland und alle Jugendlichen genießen ihre Ferien in vollen Zügen.

Auch in Kenia haben die Ferien gerade begonnen. Seit Anfang dieses Monats haben die Schüler und Schülerinnen der St. Francis Secondary School genauso wie alle anderen Schüler in Kenia Schulferien.  Diese dauern bis Ende August an. Alle Schüler und Schülerinnen sowie die Lehrkräfte nutzen die Zeit um ihre Familien zu besuchen und Zeit mit Freunden und Verwandten zu verbringen. Auch einige Kinder aus unserem Small Home fahren in dieser Ferienzeit immer einige Tage zu ihren Familien, um dort gemeinsame Zeit mit ihren Eltern und Geschwistern zu verbringen.

Bevor die Schülerinnen und Schüler der St. Francis Secondary School allerdings in die wohlverdienten Ferien starten konnten, standen die Abschlussprüfungen für das zweite Schuljahresdrittel auf dem Plan. Nach intensiven Wochen des Lernens und Wiederholens, war die Erleichterung nach Abschluss aller Prüfungen umso größer.

DIeses Mal wurde der Beginn der Ferien an einem ganz besonderen Ort eingeleitet. Die Schülerinnen und Schüler und die Lehrer besuchten alle gemeinsam unser Kinderheim. Dieses liegt etwa 1,5 Stunden Fußweg von der Schule entfernt. Für unsere Kinder im Small Home war dies eine ganz besondere Ehre. Sie haben sich riesig über den Besuch der St. Francis Schüler gefreut.

Caroline aus unserem Kinderheeim freut sich über den Besuch der St. Francis Schüler

Besonders weil unter diesen St. Francis Schülerinnen und Schülern auch 3 Jugendlichen waren, die lange selbst in unserem Kinderheim gelebt haben. Während des Schuljahres leben Mary, Julia und Nicholas jetzt in der St. Francis School. Dementsprechend groß war die Freude  bei den Small Home Kids  nach fast 3 Monaten ihre Freunde wiederzusehen. Für die 3 war es fast etwas seltsam das erste Mal das Kinderheim als Schüler und zusammen mit ihren Schulkameraden zu betreten. Aber das anfänglich seltsame Gefühl verschwand relativ schnell und alle freuten sich über das Wiedersehen.

Missionar Miro Babic mit einigen Schülern

Während ihres Besuchs  im Kinderheim wurden zum einen die besten Schülerinnen und Schüler und zum anderen die Schüler, welche sich besonders für die Schule eingesetzt haben, ausgezeichnet.

Der Schultag endet an diesem Tag im gemütlichen beisammen sitzen, lustigen Gesprächen, spielen auf den Spielplatz des Small Homes und tollen Tanzeinlagen.

die Schülerinnen beim Tanzen :)

Auch der Spielplatz des Small Homes war bei den Schülerinnen und Schülern der St. Francis Seondary School sehr beliebt :)

Die Jugendlichen genießen die Zeit auf dem Spielplatz

Grüße

(noch aus Deutschland, aber ab Ende diesen Monats kann ich dann wieder Grüße aus Subukia senden :-) :-) )

Wasser ist lebensnotwendig !

Montag, 04.07.2016

Hallo ihr lieben,

in der letzten Zeit war ziemlich viel los, deshalb hat es einige Zeit gedauert, bis ich einen neuen Blogeintrag für euch verfassen konnte. Während ich in der letzten Woche überlegt habe, über was ich euch dieses Mal berichten könnte, hat mich folgendes Foto von Franziskanermissionar Miro Babic erreicht:

Bohrmaschine

Nachdem ich dieses Bild gesehen habe, war sofort klar, um was es in diesem Eintrag gehen soll. Ganz schlicht um das Thema Wasser. Während wir uns selten Gedanken darüber machen müssen, woher unser Wasser kommt - schließlich ist es da, wenn man den Wasserhahn in Küche oder Bad öffnet - oder ob wir genügend Wasser für die nächsten Tage haben, müssen sich viele Menschen in ganz Afrika tagtäglich diese Gedanken machen. Der Zugang zu sauberem Wasser ist für viele Menschen nicht immer gegeben oder sie müssen große Anstrengungen unternehmen, um Wasser zu erhalten. Auch in Kenia und selbstverständlich auch in Subukia ist dies der Fall.

Doch was hat das alles mit dem Bild von Miro zu tun? Ganz einfach: Auf dem Bild seht ihr eine Bohrmaschine, welche ein Loch in der Nähe unseres Kinderheims bohrt. Durch dieses Loch entsteht eine neue Verteilerstelle für Wasser, welche uns ermöglicht endlich die Wassertanks in unserem Kinderheim mit Wasser zu versorgen. Doch die neue Wasserzufuhr für unser Kinderheim ist lange nicht alles, was die Franziskaner rund um das Thema Wasser bereits ermöglicht haben.

Gegenüber dem Missionsgelände errichteten sie vor einigen Jahren einen Brunnen. Dieser ermöglicht es den Familien in der Umgebung sauberes Wasser zu erhalten. Der Brunnen ist mittlerweile zu einem Platz der Begegnung geworden. Abends treffen sich hier die Frauen und Kinder der umliegenden Häuser, welche verantwortlich für das Wasserholen sind, beim Auffüllen ihrer Wasserbehälter. Die Frauen unterhalten sich und einige Kinder nutzen die Zeit zusammen, um etwas zu spielen.

Brunnen

Bevor es diesen Brunnen gab, mussten einige Frauen mehrere Kilometer laufen, um an eine Wasserentnahmestelle zu gelangen. Auch jetzt müssen viele noch einen Weg zurücklegen, um zum Brunnen zu gelangen, allerdings sind die Wege deutlich kürzer geworden. Dies ist sehr hilfreich, denn die Wassertanks, welche die Frauen auf ihren Köpfen oder auf dem Rücken nach Hause tragen, sind teilweise sehr schwer. Einige Bauern bringen gerade in der Trockenzeit ihre Kühe zum Brunnen, damit diese die Möglichkeit haben etwas Wasser zu trinken.

Ihr seht also, der Brunnen bietet Hilfe für Mensch und Tier und daher ist es nicht verwunderlich, dass alle diese Menschen sehr dankbar für den Brunnen sind. Ich bin mir sicher, dass der Brunnen und die Wasserversorgung des Kinderheims nicht die letzten Projekte der Franziskanermissionare in diesem Bereich bleiben werden. Denn Wasser  und der Zugang zu sauberem Trinkwasser sind lebensnotwendig und daher sind diese Themen eine Herzensangelegenheit der Franziskanermissionare.

Alles Gute für euch und bis bald :)

 

Der Alltag im Small Home

Dienstag, 31.05.2016

Hallo ihr lieben,

in diesem Blogeintrag möchte ich euch ein wenig mehr über das Leben unserer Kids im Kinderheim berichten. Wenn ihr diesen Blog aufmerksam verfolgt, habt ihr immer mal wieder etwas über besondere Ereignisse im Small Home lesen können. Allerdings bin ich euch eine genauere Beschreibung des Alltags bisher schuldig geblieben und dies soll sich nun ändern :)

Während der Woche stehen die Kids früh auf, da viele von Ihnen in die Schule müssen. Beim Anziehen und Fertigmachen für die Schule helfen die größeren Kinder den Kleineren, damit alles reibungslos verläuft. Ihr könnt euch vorstellen bis 21 Kinder morgens fertig sind, dauert es eine Weile und es entsteht ein kleines Chaos. :) Aber meist schaffen es alle pünktlich aus den Betten und haben dann auch noch Zeit für ein kleines Frühstück. Morgens gibts immer eine Tasse warmen Chai (schwarzer Tee mit Milch) und außerdem noch etwas Brot oder Ugali (Maisbrei). Danach ziehen die Kids in die Schule. Da vor allem Heron, wegen seinem Rollstuhl auf Hilfe angewiesen ist, erklärt sich immer ein Kind bereit ihn in die Schule zu begleiten.  Dabei wechseln sich die Kinder ab,

  Nicholas schiebt Heron das letzte Stück bis zur Schule

Die jüngeren Kids und diejenigen, welche aufgrund ihrer geistigen Entwicklung keine Schule besuchen können, verbringen ihren Tag im Small Home. Nach dem Frühstück werden sie von einer der Mamas gewaschen und angezogen. Danach beschäftigen sie sich einige Zeit selbst. Dabei sind Spiele jeglicher Art immer beliebt. Besonders Puzzeln, mit dem Ball spielen etc. Einige von ihnen helfen auch sehr gerne den Mamas bei der morgendlichen Arbeit. So räumen sie die Zimmer auf oder helfen beim Essen zubereiten.

  Denis hilft beim Rollen der Chapati

Um 13 Uhr kommen alle Kinder aus der Schule um im Small Home ihr Mittagessen zu sich zu nehmen. Die Mittagspause dauert ca. 30 min. Dnnach gehen alle Kinder ab der 4 Klasse nochmals in die Schule für den Nachmittagsunterricht. Die jüngeren Schulkinder machen sich an ihre Hausaufgaben.

Nachmittags kommt eine Lehrerin ins Small Home, welche zum einen die Hausaufgaben der Schulkinder beaufsichtigt und zum anderen mit den Kids, welche nicht in die Schule gehen, eine Art Kindergartenprogramm durchführt. Ziel dabei ist es, dass möglichst alle Kids einmal die Chance haben sollen eine Schule zu besuchen. Deshalb lernen die Kids in diesem Kindergartenprogramm die Buchstaben. erste Zahlen und Farben kennen.

Kindergarten 

Wenn um 16 Uhr die großen Kinder aus der Schule kommen, herrscht wieder reges Treiben im Small Home. Jetzt ist Zeit um zu spielen, zu toben und schöne Stunden miteinander zu verbringen. Dieses bunte Treiben ist definitiv für mich persönlich die schönste Tageszeit im Small Home. :) Gegen 17: 30 gibt es Abendessen und um 20 Uhr liegen alle Kids im Bett.

Den Franziskanern ist es sehr wichtig, dass die Kinder ein möglichst selbstständiges Leben erlernen. Aus diesem Grund müssen sie auch bei den Alltagsarbeiten mit anpacken. Besonders Samstags helfen sie den Mamas beim Wäschewaschen und sie räumen alle Zimmer auf. Die großen Jungs helfen häufig beim Hacken des Feuerholzes.Auch beim Sortieren von Bohnen und beim Kochen wird die Hilfe der Kinder benötigt.

  Dominik beim Wäsche waschen

 Wir sind uns alle einig, dass die Kids diese Alltagsfähigkeiten unbedingt erlernen müssen. Einige von ihnen werden später das Small Home verlassen und hoffentlich ein selbstständiges Leben führen.

So ich hoffe nun habt ihr durch diesen etwas längeren Beitrag einen Einblick in den Alltag im Small Home erhalten. :) :)

Taufgottesdienst in Subukia

Dienstag, 26.04.2016

Hallo ihr lieben,

es ist schon eine Weile her, dass ich mich das letzte Mal bei euch gemeldet habe... Aber hier war in letzter Zeit einfach zu viel los, sodass mir manches Mal die Zeit gefehlt hat einen ordentlichen Blogeintrag zu schreiben.

Als mich am letzten Sonntag allerdings neue Bilder aus Subukia erreicht haben, dachte ich, dass diese euch auch gefallen würden und ich deshalb einen neunen Eintrag schreiben sollte. :)

Am Sonntag fand ein großer Taufgottesdienst in  Wiyumiririe ,einer  kleinen Kirche, die zum Missionsgebiet der Franziskaner gehören, statt. Franziskanermissionar Miro Babic konnte insgesamt 55 erwachsene Menschen taufen.

Pater Miro tauft die Erwachsenen

In Kenia ist es nicht ungewöhnlich, dass Erwachsene getauft werden. Meistens werden immer gleich mehrere Personen zusammen getauft. Ich habe es noch nie erlebt, dass nur eine einzige Person das Sakrament der Taufe gespendet bekommt. Häufig werden auch sowohl Erwachsene, als auch Kinder gemeinsam getauft. 

                   

Um dies gebührend zu feiern, fand ein großer Gottesdienst inklusive Tanz und Gesang statt. Die Kirchengemeinde in Wiyumiririe hat sich sehr gefreut, gleich so viele neue Mitglieder zu bekommen. Und auch für die Franziskanermissionare war es ein ganz besonderer Gottesdienst und eine große Freude so vielen Menschen das Sakrament der Taufe spenden zu können.

Segen für alle Neugetauften

liebe Grüße

PS: die Flüge sind gebucht, im Sommer werde ich wieder für einige Wochen nach Subukia reisen <3

 

 

Ostergrüße

Montag, 21.03.2016

Hallo ihr lieben,

Ostern steht vor der Türe. Gestern hat mit dem Palmsonntag die Karwoche begonnen und nun ist Ostern nicht mehr fern.  Für die Christen auf der ganzen Welt ist dieses Fest ein ganz besonderes. Natürlich auch für die Menschen in Subukia.

Gottesdienst am Palmsonntag

In der kommenden Woche gehen die Menschen fleißig in die Gottesdienste und bereiten alles für das Osterfest vor. Im Vergleich zu anderen Ländern wird in Kenia Ostern allerdings nicht so groß gefeiert. Der Besuch eines Gottesdienstes und das Zusammenkommen mit der ganzen Familie steht im Vordergrund der Feiertage.

                                            Gebet

Auch einige KInder aus unserem Kinderheim, deren Eltern nicht weit entfernt wohnen, werden über die Osterfeiertage ihre Familien besuchen. Darauf freuen sie sich sehr.

Mönch Miro versucht in der Woche vor Ostern immer die alleinstehende Großmutter Chocho Miriam zu besuchen. Er bringt ihr bei dieser Gelegenheit immer einige Lebensmittel mit, denn die alte Dame kann ihre Hütte kaum noch verlassen. Auch an den Osterfeiertagen wird Miro bei Chocho Miriam halten, um dieser die Kommunion zu bringen,

                                       Pater Miro & Chocho Mirijam beim Gespräch

 

Ich wünsche euch gesegnete und stressfreie Ostertage.

heilige Kommunion

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